Shetland und Orkney Inseln – wilde Natur und geheimnisvolles Neolithikum

Das Wichtigste in Kürze

  • Von einem Fotografen für Fotografen konzipiert
  • Reiseleitung durch Profi-Fotografen
  • Schwerpunkt auf den besten Lokationen auf Orkney und Shetland
  • Küstenlandschaften, Steinkreise, lebendige Städtchen, Papageitaucher und Baßtölpel
  • Kleine Gruppenstärke mit individueller Betreuung, nur 6-7 Teilnehmer
  • Organisation in Zusammenarbeit mit Auf Kurs! Inselreisen, einem erfahrenen, auf Polarregionen spezialisierten Reiseanbieter in Hamburg.
  • Das offizielles Programm gibt es hier
  • Diese Reise ist für den Sommer 2019 vorgesehen, Datum und Details auf Anfrage

 

 

Wer kann an der Reise teilnehmen

Der Workshop und die Reise ist gedacht für Fotografen, die bereits erste Erfahrungen mit dem Fotografieren gemacht haben. Grundwissen im Umgang mit Kameras, Objektiven, Blende, Verschlusszeit und Stativ muß vorhanden sein, Expertenwissen ist nicht notwendig. Der Workshop bietet eine einmalige Kombination von Landschafts-, Tier- und Reisefotografie, die es in dieser Kombination nur selten in der Welt gibt.

Durch die kleine Gruppenstärke und das Workshopkonzept wird unterschiedlichen Erfahrungen und Interessen in den unterschiedlichen Disziplinen der Fotografie Rechnung getragen.

Was werden wir vor allem Fotografieren

Die Fotoreise setzt die Schwerpunkte in der Landschafts-, Tier- und Reisefotografie:

  • Küsten mit weiten Stränden und schroffen Klippen
  • Neolithische Steinkreise und Siedlungen
  • Die Städte Kirkwall, Stromness und Lerwick mit ihren Häfen und der Altstadt
  • Papageitaucher, Basstölpel und Skuas

Küsten

Auf diesen Inseln sind wir nie weit von Küsten entfernt. Auf beiden Inselgruppen lösen sich idyllische, fast schon tropisch anmutende Strände mit wilden Klippen ab, die mehrere hundert Meter hoch aufragen. Höhepunkte sind hier die Klippenszenerien von Eshaness, Hoy und Hermaness und der Sandstrand von St. Ninians Isle. Wir werden Küsten mit hohen Wellen und Brechern erleben aber auch ruhiges friedliches Meer. Die Bewegung einfrieren oder weich verschwimmen lassen, Weitwinkel oder Kompression des Bildeindrucks durch lange Brennweiten, das werden die gestalterische Fragen sein. Stativ, Pol- und starke Graufilter sind hier notwendig.

Neolitische und piktische Stätten - Steinkreise und steinzeitliche Siedlungen

Orkney und Shetland sind mit ihren neolithischen Stätten und piktischen Brochs weltweit einmalig, nicht umsonst sind viele dieser Sehenswürdigkeiten als UNESCO Welterbe geschützt. Standing Stones of Stenness, Ring of Brodgar, Skara Brae, Jarlshof und Mousa, alles weltberühmte und magische Namen, die wir besuchen und fotografieren werden. Steinkreise sind ein fotografischer Höhepunkt, ihre einmalige Atmosphäre in die Bilder einfließen zu lassen wird hier die Herausforderung sein. Auf Orkney und Shetland übernachten wir in direkter Nähe der neolitischen Stätten und können dadurch die Ziele mehrmals und zu jeder Tages- (und Nacht)zeit besuchen. Für die historisch-wissenschaftlichen Aspekte werden wir lokale Experten als Führer in die Tour integrieren. Nur das was man versteht, kann man auch gut fotografieren.

Lebendige Hafenstädte, idyllische Dörfer und Exkursionen in die jüngere Vergangenheit

Die schottischen Northern Isles sind keine entvölkerter Bezirk oder ein Museum, sie stecken voller Leben und bewahren trotzdem ihre Traditionen, die bis in die Wikingerzeit zurückreichen. Das Stativ kann bei diesen Zielen meistens getrost im Bus bleiben. Strassenszenen im Hafen, klassische Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale von Kirkwall aber auch die kleinen Dinge und Symbole, Möglichkeiten wird es genug geben, in diese Seite der Fotografie einzutauchen.

Lerwick, Kirkwall,und Stenness sind lebendige Städte voller Geschichte, Leben und Ausgehmöglichkeiten. Mit der jüngeren Zeitgeschichte werden wir uns unter anderem am Scapa Flow in Orkney und der in Ruinen liegenden Haaf-Fisching Station von Fethaland auf Shetland fotografisch aus einander setzen. Meist wird hier eher die kleine Ausrüstung mit einem flexiblen Zoom ausreichen, es geht mehr um Atmosphäre und Sponanität. Available Light und Kreaktivität bei der Suche nach den kleinen und großen Symbolen der Städte und deren Geschichte sind hier gefragt!

Papageitaucher, Basstölpel, Skuas und noch viel mehr

Die Tier- und Vogelfotografie ist unser Schwerpunkt auf den Shetland Inseln. Die Tierfotografie ist eine eigenständige Disziplin in der Fotografie und wir haben einmalige und berühmte Lokationen auf dem Programm. Hermaness, Sumburgh Head und Noss sind klingende Namen in der Vogelfotografie, Fotos von Papageitauchern, Basstölpeln und Skuas sind an diesen Stellen garantiert. Seehunde, halbwilde Schafe und Shetland Ponies werden die tierfotografische Ausbeute ergänzen.

Bei der Tierfotografie schlägt die Stunde der langen Brennweiten, sonst sind formatfüllende Bilder nicht möglich. Bei diesen Zielen ist Ansitzfotografie mit Tarnzelten oder aufwändige Tarnkleidung nicht notwendig, mit Geduld und ein bißchen Glück werden sich unzählige Tierszenen zum Fotografieren ergeben. Die Isle of Noss werden wir mit einem von uns gecharterten Boot umrunden, um Klippen und deren Bewohner nicht nur von oben sondern auch von unten zu sehen. Als Besonderheit gib es viele Gelegenheiten um fliegende Vögel, insbesondere Basstölpel und Große Raubmöwen zu fotografieren.

Welche Foto Ausrüstung ist notwendig

Diese Reise bietet die Mögklichkeit sich in mehreren Disziplinen der Fotografie weiterzuentwickeln. Das muss bei der Ausrüstung berücksichtig werden.

Brennweiten zwischen 24mm und 400mm sind dringend zu empfehlen, etwas mehr in beide Richtungen erweitert die Möglichkeiten ist aber nicht zwingend notwendig. Die mittleren Brennweiten sollten über Zooms abgedeckt werden. Der Fokus liegt nicht auf der Blumenfotografie, ein Objektiv mit Makroeigenschaften kann aber nicht schaden. Zur Reisezeit sind die Klippen oft voller Wildblumen, die (bei Windstille) eine tolle Fotooption sind.

Bei Filtern müßen passende Pol- und starke Graufilter im Gepäck sein, Verlaufsfilter und anderes sind eher eine individuelle Entscheidung, Fernauslöser sind für die langen Verschlusszeiten an der Küste zu empfehlen.

Besitzer eines Smartphones sollten sich überlegen, ein app zur Berechnung der Tiefenschärfe und des Sonnenstandes zu laden.

Ein Stativ mit gutem Stativkopf ist Voraussetzung, ein Laptop/Tablet wird ebenfalls dringend empfohlen. Die Datenmengen werden bei raw Fotografen in den dreistelligen GB Bereich gehen. Schnelle Kartenleser (zB. USB 3.0) sind daher absolut notwendig! Vor allem bei der Tierfotografie kommen leicht 1000 Bilder pro Tag zusammen.

Für die Papageitaucherkolonie auf Sumburgh Head ist zusätzlich ein Bohnensack hilfreich, da die Kamera oder das Objektiv oft auf einer Trockensteinmauer aufgelegt wird.

Besondere Anforderungen an das Kameragehäuse werden nicht gestellt, jede Systemkamera (DSLR oder Mirrorless) ist gut geeignet, nur wer besonderen Wert auf eine hohe Erfolgsquote bei Flugfotografien legt braucht ein Gehäuse mit schnellem AF und hoher Bildfrequenz.

Die Wanderungen auf Hoy, Eshaness und Fethaland sowie alle Lokationen zur Tierfotografie erfordern einen Kamerarucksack, alternativ kann die Ausrüstung auch in einem normalen Rucksack verpackt werden. Wichtig ist jedoch, daß alles regensicher verstaut ist. Eine einfache Lösung sind die Rücksack-Regenüberzüge für ein paar EUR aus dem Outdoorbereich. Regenüberzüge für Kamera oder Objektiv sind nicht notwendig.

Vor der Reise werde ich mit jedem Teilnehmer telefonieren, um Fragen zur Ausrüstung zu klären.

Fotoworkshop - Theorie und Lehrinhalte

  • Bildgestaltung in der Landschaftsfotografie
  • Bildgestaltung in der Tierfotografie
  • Technische Besonderheiten und Unterschiede bei den unterschiedlichen Disziplinen (Tier-, Landschafts-, Reisefotografie)
  • Tipps und Tricks zum Fotografieren mit hochauflösenden Sensoren, wie hole ich das Beste aus dem Sensor heraus
  • Bildbesprechungen
  • Strategien zum Erfolg bei unbekannten Lokationen
  • Sensoren
  • Farbräume
  • Dateiformate
  • Einführung in die Bildbearbeitung
  • Bildarchivierung

Wetter und Kleidung

Nur eines ist beim Wetter sicher, wir werden alles haben, Sonne, Regen, Sturm und Windstille. Und häufig einiges davon an einem Tag!

Funktionale Kleidung ist  Vorrausetzung für die Reise. Der Temperaturbereich wird zwischen 10 und 15 Grad schwanken. Der häufige Wind kühlt jedoch extrem aus. Dichte Regenjacken und Regenhosen, Fleecejacken und -pullover, robuste Wanderhosen, aber auch Käppi und Mütze gehören ins Gepäck.

Wasserdichte Berg- oder Wanderstiefel mit guter Profilsohle sind essentiell, da wir werden häufig in feuchtem Moorland unterwegs sein werden.

Neue, teure oder empfindliche Jacken oder Hosen sind generell nicht empfehlenswert. Insbesondere bei der Tierfotografie wird man oft am Boden knien oder liegen, oft in feuchtem und schmutzigen Gelände. Die Kleidung wird daher stark beansprucht!

Sonnenauf- und -untergang

Durch die nördliche Tage werden wir extrem lange Tageslicht und fast keine Dunkelheit haben. Das hat den Vorteil, daß schlechtes Wetter oft kompensiert werden kann. Das Wetter und der Sonnenstand wird wesentlichen Einfluss auf den Tagesverlauf dieser Reise haben. Hier brauchen die Teilnehmern etwas Flexibilität. Bei schöner Sonne werden wir unter Umständen bis Mitternacht beim Fotografieren sein, dafür aber länger Schlafen. Insbesondere Shetland weist bei besonderen Windrichtungen starke Ost-West Wettergegensätze auf. Auch das werden wir, wenn es der Reiseverlauf ermöglicht, berücksichtigen.

Hier ein Beipiel für unseren nördlichsten Punkt den Klippen von Hermaness:

AufgangUntergangDauer blaue StundeDatum
03:2822:403h12.06.2016

Extrem frühes Aufstehen werden wir jedoch weitestgehend vermeiden, der Spaß an der Sache muß erhalten bleiben!

Fitness und Notfälle

Die gesamte Reise stellt keine besonderen Anforderungen an die persönliche Fitness. Jeder, der 60 bis 120 min sicher mit seinem Fotogepäck durch einfaches wegloses Gelände wandert, kann an der Reise teilnehmen. Die "klassischen" Sehenswürdigkeiten insbesondere auf Orkney sind immer in ein paar Minuten zu erreichen. Anders ist die Situation bei den Zielen zur Tier- und Landschaftsfotografie. Der Weg zu den Klippen von Hermaness dauert 45min einfacher Weg, die Klippen mit den Kolonien der Seevögel erstrecken sich dann über mehrere Kilometer. Die Klippen von Eshaness, Hoy und die Haaf Fishing Station Fethaland sind leichte Wanderungen von mindestens 2h hin und zurück.

Die medizinische Versorgung für den Fall der Fälle ist auf beiden Inselgruppen sehr gut.

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