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Martin Zwick
News-Artikel

Portile de Fier - das Eiserne Tor der Donau

Portile de Fier - das Eiserne Tor der Donau

Das Eiserne Tor - eine Flußlandschaft in Rumänien und Serbien 5.01.2010 10:36

Von: Martin Zwick

Wer hat nicht schon den Begriff "Eisernes Tor" gehört, aber nur die wenigsten haben eine Vorstellung wie die Flußlandschaft der Donau zwischen Belgrad und Drobeta-Turnu Severin wirklich aussieht und wie faszinierend diese Region tatsächlich ist.

Der Donaudurchbruch "Eisernes Tor" war bis in die jüngste Vergangenheit die für die Schifffahrt schwierigste Stelle des gesamten Donauverlaufs. Die beiden Engstellen Cazanele Mici und Cazanele Mare waren seit dem Altertum gefürchtet von allen Schiffern, die Römer meiselten sogar einen Treidelweg in den nackten, senkrechten Fels um stromaufwärts fahren zu können.

 

Alles änderte sich als Rumänien und das damalige Jugoslawien beschloss unterhalb der Cazanele bei Drobeta ein Stauwerk, ebenfalls mit dem Namen Eisernes Tor - Portile de Fier, zu bauen. Es war das Vorzeigeprojekt beider Länder und auf Umwelt oder Bevölkerung wurde keine Rücksicht genommen. Noch heute produziert das Kraftwerk Portile de Fier zwischen 15% und 20% der Energieproduktion Rumäniens. In der Konsequenz entstand ein Stausee der über mehr als 100km die Donau fast bis Belgrad staute, die Stromschnellen entschärfte aber auch Siedlungen und Inseln verschlang, vom ökologischen Schaden ganz zu schweigen.

 

Trotzdem ist der Anblick des Durchbruchs der Donau durch die Karpaten und die Nationalparks auf rumänischer und serbischer Seite immer noch beeindruckend und braucht sich nicht hinter dem viel bekannteren Rheintal zu verstecken.

 

Martin Zwick verbrachte 2009 einige Tage am Eisernen Tor, die Bilder sind mittlerweile online im Naturbildportal verfügbar.