Haare so teuer wie Gold11.10.2009 20:54
Nein es handelt sich nicht um Rapunzel. Die Inkas in Südamerika schätzten ihre Wolle derart, dass jeder Gemeine Mann oder Frau, die mit Kleidung aus ihrer Wolle angetroffen wurde, mit ziemlicher Sicherheit schlichtweg hingerichtet wurde. Diese Kleidung sollte nur dem König und wenigen des Hochadels vorbehalten bleiben.
Die Wolle der Vikunjas, einer südamerikanischen Kamelart, die nur in den Hochanden lebt, wird auch heute noch so teuer wie keine andere Wolle gehandelt. Über Jahrzehnte waren wegen Wilderei Vikunjas nahe am Aussterben. Mittlerweile ist der Bestand gesichert und einige Länder überlegen, wie der Handel mit legal gekämmter oder geschorener Wolle, freigegeben werden kann, ohne der Wilderei damit wieder Vorschub zu leisten. Damit sind Vikunjas ein Beispiel für den Erfolg von Schutzmaßnahmen, aber auch ein Beipiel für Chancen und Risiken, die damit verbunden sind.
Vikunjawolle, legal und nachhaltig produziert könnte den Lebensstandard extrem armer ländlicher Bereich in den Anden heben. Wie aber illegaler Wilderei Einhalt gebieten? Diese Fragen müssen sich jetzt Länder wie Peru, Bolivien oder Chile stellen.
Bilder von Vikunjas aus dem chilenischen Altiplano sind jetzt im Naturbildportal verfügbar!
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